Für Entscheider:

Die meisten Investitionsentscheidungen werden getroffen, ohne den vollständigen Entscheidungsraum zu sehen.

Bei 20 Projekten existieren über 1 Million mögliche Kombinationen.
Bei 50 Projekten mehr als eine Billiarde.

Gleichzeitig sind zentrale Entscheidungsparameter unsicher.

Dennoch bewertet nahezu jede Organisation Projekte isoliert – nicht als Gesamtportfolio.

Unsicherheit wird auf Einzelprojekte angewendet – nicht auf das Portfolio.
Der Entscheidungsraum bleibt unvollständig.

Das eigentliche Problem ist nicht Unsicherheit.
Es ist Unsicherheit im falschen Entscheidungsmodell.

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AI Disruptive Technology Symposium 2026 in London – Warum Entscheidungsoptimierung zum Wettbewerbsvorteil wird


Auf Einladung von Goldman Sachs in London hatte ich die Gelegenheit, am Goldman Sachs Disruptive Technology Symposium 2026 teilzunehmen. In zahlreichen Gesprächen mit Investoren, Technologieunternehmen und Entscheidern aus unterschiedlichen Branchen zeigte sich ein klarer gemeinsamer Nenner: Nicht „mehr Projekte“ entscheiden über Wachstum – sondern die mathematisch optimale Auswahl, Reihenfolge und Kombination von Investitionsvorhaben.

Ein wiederkehrendes Thema in vielen Gesprächen

Besonders auffällig war, wie häufig ein strukturelles Problem bestätigt wurde: Unternehmen denken längst nicht mehr nur in kurzfristigen Budgets, sondern in 3-, 4-, 5- oder 10-Jahres-Planungen. Genau dadurch entsteht eine fundamentale Herausforderung: Es gibt nicht „die“ einzelne Investitionsentscheidung, sondern gleichzeitig Dutzende bis Hunderte möglicher Projekte – unter Budget-, Kapazitäts-, Risiko- und Strategierestriktionen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr: Ist Projekt A gut? Sondern: Welche Kombination aus allen möglichen Projekten erzeugt unter realen Nebenbedingungen den maximalen ROI? Genau hier beginnt echte Optimierung.

Die Wirkung beginnt bei der Ausgangsposition: Globales Optimum

Ein zentrales Learning aus vielen Gesprächen war: Wer seine Investitionslandschaft als gesamtes System betrachtet und daraus die optimale Portfolioausgangsposition berechnet, startet nicht aus einer zufälligen Priorisierung, sondern aus dem globalen Optimum.

Diese mathematisch optimale Ausgangsposition verändert die strategische Steuerung fundamental, weil jede weitere Entscheidung auf einem bereits optimal berechneten Portfolio aufbaut.

Der Optimierungs-Kreislauf über mehrere Jahre

Besonders stark entfaltet sich dieser Effekt über mehrjährige Planungshorizonte. Durch eine jährliche Re-Optimierung des Projektportfolios entsteht ein kontinuierlicher strategischer Kreislauf:

  1. Alle Investitionsvorhaben werden gemeinsam als Portfolio modelliert.
  2. Die mathematisch wertstärkste Kombination wird umgesetzt.
  3. Nicht gebundene Liquidität bleibt erhalten und wird ins nächste Geschäftsjahr übertragen.
  4. Das verfügbare Budget wächst und wird erneut optimiert.

Über Zeit entsteht so ein System kontinuierlicher Portfoliooptimierung. Kapital, Wirkung und strategische Klarheit verstärken sich gegenseitig.

Über 3, 4, 5 oder 10 Jahre entsteht dadurch ein Kreislauf aus Optimierung, Budgetwachstum und strategischer Wirkung – ein struktureller Wettbewerbsvorteil.

Wichtig: Projekte verschwinden nicht – sie werden besser positioniert

Ein Punkt, der in vielen Gesprächen bestätigt wurde: In einem optimierten Investitionssystem werden Projekte nicht „verworfen“.

Sie werden neu priorisiert, zeitlich verschoben oder strategisch besser positioniert, damit sie zum optimalen Zeitpunkt unter den richtigen Restriktionen den maximalen ROI erzeugen.

Fazit: Entscheidungsqualität wird zum Wettbewerbsvorteil

Das Goldman Sachs Disruptive Technology Symposium hat deutlich gezeigt, dass der entscheidende Wettbewerbsvorteil der kommenden Jahre nicht allein durch neue Technologien entsteht, sondern durch systematisch bessere Entscheidungen in der Kapitalallokation.

Wer seine Investitionsportfolios mathematisch optimiert, maximiert nicht nur den Wert einzelner Projekte – sondern den Wert des gesamten Unternehmens über viele Jahre hinweg.

„Jedes Unternehmen hat das Recht auf maximalen Profit.“
Gemeint ist nicht kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern die bestmögliche Nutzung von Kapital, Ressourcen und Zeit – basierend auf einer Entscheidungslogik, die dem realen kombinatorischen Charakter von Investitionen gerecht wird.

Autor: Sascha Rissel CEO mAInthink

Sascha Rissel ist Unternehmer, Strategieberater und Technologievisionär mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung, Skalierung und Optimierung komplexer Geschäftsmodelle. Er verbindet fundierte betriebswirtschaftliche Expertise mit tiefem technologischem Verständnis, insbesondere in den Bereichen künstliche Intelligenz, algorithmische Entscheidungsmodelle und Systemoptimierung.

Mit Initiativen wie StratePlan und DeepAnT treibt er die Weiterentwicklung datenbasierter ROI-Berechnung, intelligenter Projektpriorisierung und prädiktiver Analyse maßgeblich voran. Sein Schwerpunkt liegt auf messbarer Wirkung, belastbaren Entscheidungsgrundlagen und der Überführung hochkomplexer mathematischer Modelle in praxistaugliche Lösungen für Wirtschaft, Verwaltung und Industrie.

Sascha Rissel steht für einen klaren Anspruch: Strategie, Technologie und Wirkung konsequent zusammenzudenken.

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