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Was ist ein Prozentpunkt Strategie wert?

Wenn sich strategische Gewichtungen verändern, verändert sich möglicherweise das gesamte CAPEX-Portfolio.

BOARDROOM QUESTIONS
The questions your portfolio should be able to answer.

Wachstum: 30 %.

Profitabilität: 25 %.

Digitalisierung: 20 %.

Resilienz: 15 %.

Nachhaltigkeit: 10 %.

Die strategischen Prioritäten sind definiert.

Das CAPEX-Portfolio ist berechnet.

Dann stellt der CEO eine scheinbar kleine Frage:

„Was passiert, wenn wir Wachstum um einen Prozentpunkt höher gewichten?“

30 % werden zu 31 %.

Nur ein Prozentpunkt.

Aber möglicherweise verändert sich mehr als eine Zahl.

Projekte können ihre relative Attraktivität verändern.

Eine andere Projektkombination kann entstehen.

Kapital kann neu allokiert werden.

Und plötzlich wird sichtbar, welchen wirtschaftlichen Trade-off diese strategische Verschiebung innerhalb des definierten Modells erzeugt.

Was ist ein Prozentpunkt Strategie wert?

Strategische Prioritäten sind leicht formuliert

Fast jedes Unternehmen besitzt mehrere strategische Ziele gleichzeitig.

Wachstum.

Profitabilität.

Digitalisierung.

Resilienz.

Nachhaltigkeit.

Innovation.

Produktivität.

Marktanteil.

Diese Ziele können gleichzeitig sinnvoll sein.

Das Problem entsteht dort, wo sie um dasselbe Kapital konkurrieren.

Denn ein Unternehmen kann nicht automatisch jedes strategische Ziel gleichzeitig maximieren.

Strategie bedeutet deshalb nicht nur, Ziele zu definieren.

Strategie bedeutet auch, Trade-offs zwischen Zielen zu akzeptieren.

„Wachstum ist wichtig“ reicht nicht

Wenn mehrere strategische Ziele in einer Kapitalallokationsentscheidung berücksichtigt werden sollen, muss das Management ihre Bedeutung konkretisieren.

Welche Ziele besitzen Priorität?

Welche sind Mindestanforderungen?

Welche können gegeneinander abgewogen werden?

Welche Bedingungen sind nicht verhandelbar?

Und wie stark soll ein zusätzliches Maß an Wachstum gegenüber Profitabilität, Resilienz oder anderen Kriterien berücksichtigt werden?

Erst wenn diese Entscheidungslogik explizit wird, können ihre Konsequenzen untersucht werden.

Gewichtungen machen Prioritäten sichtbar

Ein vereinfachtes strategisches Entscheidungsmodell könnte beispielsweise folgende Gewichtungen verwenden:

Wachstum: 30 %

Profitabilität: 25 %

Digitalisierung: 20 %

Resilienz: 15 %

Nachhaltigkeit: 10 %

Diese Werte sind keine mathematische Wahrheit.

Sie repräsentieren eine Managemententscheidung.

Das Management sagt damit:

Unter diesen Annahmen wollen wir unsere verfügbaren Investitionsalternativen bewerten.

Die Mathematik entscheidet nicht, ob 30 % Wachstum richtig sind.

Sie kann jedoch berechnen, welche Konsequenzen diese Gewichtung innerhalb des definierten Portfolios hat.

Dann verändert der CEO eine Zahl

Wachstum soll stärker priorisiert werden.

Aus:

30 %

wird:

31 %.

Damit die gesamte Gewichtungslogik konsistent bleibt, müssen je nach Modell die übrigen Gewichtungen entsprechend angepasst oder normalisiert werden.

Das Portfolio wird erneut berechnet.

Vielleicht passiert fast nichts.

Vielleicht verändert sich ein Projekt.

Vielleicht verändern sich zehn Projekte.

Vielleicht entsteht eine völlig andere Kombination.

Genau das ist die interessante Information.

Ein Prozentpunkt kann einen Kipppunkt überschreiten

Portfolios verändern sich nicht zwangsläufig linear.

Ein Projekt kann bei einer bestimmten Gewichtung knapp außerhalb der optimalen Kombination liegen.

Eine geringe Veränderung der strategischen Priorität kann ausreichen, damit dieses Projekt attraktiver wird als eine Alternative.

Dadurch wird Kapital umverteilt.

Das wiederum kann andere Projekte verdrängen.

Abhängigkeiten können relevant werden.

Ressourcen können anders genutzt werden.

Eine kleine Veränderung der strategischen Annahme kann deshalb einen größeren Portfolioeffekt auslösen.

Strategie besitzt eine Sensitivität

Damit entsteht eine interessante Perspektive für den Boardroom.

Nicht nur:

„Wie sieht unser Portfolio bei diesen strategischen Gewichtungen aus?“

Sondern:

„Wie empfindlich reagiert unser Portfolio auf Veränderungen dieser Gewichtungen?“

Was passiert bei 29 % Wachstum?

Was passiert bei 30 %?

Was passiert bei 31 %?

Was passiert bei 35 %?

Und ab welchem Punkt verändert sich die Projektkombination fundamental?

Strategische Sensitivität wird sichtbar.

Was kostet mehr Wachstum?

Angenommen, eine stärkere Gewichtung des Wachstums führt dazu, dass zusätzliche Expansionsprojekte in das Portfolio aufgenommen werden.

Dafür fallen andere Projekte heraus.

Vielleicht sinkt dadurch der kurzfristig erwartete Cashflow.

Vielleicht steigt die Kapitalbindung.

Vielleicht erhöht sich das Risiko.

Vielleicht wird weniger Kapital für Effizienzprojekte eingesetzt.

Das bedeutet nicht, dass die Wachstumsstrategie falsch ist.

Es bedeutet:

Wachstum besitzt einen Trade-off.

Und dieser Trade-off kann innerhalb eines definierten Modells sichtbar gemacht werden.

Was kostet mehr Resilienz?

Dasselbe gilt für Resilienz.

Der Vorstand möchte Lieferketten absichern.

Redundanzen aufbauen.

Kritische Infrastruktur schützen.

Produktionsrisiken reduzieren.

Die Gewichtung von Resilienz steigt.

Dadurch können Projekte mit einem niedrigeren direkten finanziellen Beitrag in das Portfolio gelangen, weil sie stärker auf das strategische Ziel einzahlen.

Andere Investitionen werden verdrängt.

Jetzt kann der Vorstand sehen:

Welche wirtschaftliche Konsequenz besitzt unsere zusätzliche Resilienz innerhalb dieses Modells?

Damit wird die Entscheidung nicht automatisch leichter.

Aber sie wird transparenter.

Was kostet mehr Nachhaltigkeit?

Auch Nachhaltigkeitsziele konkurrieren mit anderen Anforderungen um begrenztes Kapital.

Wenn ihre strategische Bedeutung steigt, kann sich das Portfolio verändern.

Zusätzliche Investitionen werden ausgewählt.

Andere Projekte werden zurückgestellt.

Kapital wird anders verteilt.

Der relevante Punkt ist nicht, ob Nachhaltigkeit „richtig“ oder „falsch“ gewichtet wurde.

Der relevante Punkt ist, dass das Management die Konsequenzen seiner Gewichtung sehen kann.

Strategie ist kein Schieberegler

Natürlich lässt sich Unternehmensstrategie nicht auf einige Prozentwerte reduzieren.

Strategie umfasst Märkte, Wettbewerb, Fähigkeiten, Organisation, Technologie, Menschen, Risiken und viele qualitative Faktoren.

Nicht alles davon ist sinnvoll quantifizierbar.

Nicht alles sollte mathematisch optimiert werden.

Aber dort, wo strategische Kriterien Teil einer Investitionsentscheidung sind und belastbar operationalisiert werden können, kann ihre Gewichtung transparent gemacht werden.

Das Modell ersetzt die strategische Diskussion nicht.

Es macht einen Teil ihrer Konsequenzen berechenbar.

Gewichtungen sind Managemententscheidungen

Das ist eine wichtige Grenze.

Ein Algorithmus sollte dem Vorstand nicht sagen:

„Wachstum muss 31 % wiegen.“

Diese Entscheidung gehört dem Management.

Das Management definiert Ziele.

Das Management definiert Kriterien.

Das Management entscheidet über Gewichtungen.

Das Management definiert Constraints.

Die mathematische Optimierung beantwortet anschließend eine andere Frage:

„Welche Projektkombination ergibt sich unter diesen Vorgaben?“

Jetzt wird der Trade-off sichtbar

Stellen wir uns zwei Portfolios vor.

Portfolio A

Wachstum wird mit 30 % gewichtet.

Das Portfolio erzeugt einen bestimmten erwarteten wirtschaftlichen und strategischen Gesamtwert.

Portfolio B

Wachstum wird stärker gewichtet.

Die übrigen Gewichtungen werden entsprechend der definierten Modelllogik angepasst.

Das Portfolio verändert sich.

Jetzt können beide Varianten miteinander verglichen werden.

Welche Projekte unterscheiden sich?

Wie viel Kapital wird neu allokiert?

Wie verändert sich der erwartete wirtschaftliche Beitrag?

Wie verändert sich die strategische Zielerreichung?

Welche Ressourcen werden anders eingesetzt?

Welche Risiken verändern sich?

Der Unterschied zwischen beiden Portfolios ist der sichtbare Trade-off der veränderten strategischen Priorität.

Was ist dieser Prozentpunkt wirtschaftlich wert?

Jetzt kann der CFO eine Frage stellen, die vorher kaum präzise beantwortbar war:

„Was kostet uns dieser zusätzliche strategische Prozentpunkt?“

Die Antwort muss nicht zwingend eine einzelne Eurozahl sein.

Sie kann aus mehreren Dimensionen bestehen.

Veränderter erwarteter Portfoliowert.

Veränderte Kapitalbindung.

Veränderte Liquidität.

Verändertes Risiko.

Veränderte Ressourcennutzung.

Veränderte strategische Zielerreichung.

Strategische Entscheidungen werden damit als Trade-offs sichtbar.

Und was ist der nächste Prozentpunkt wert?

Vielleicht ist der erste zusätzliche Prozentpunkt Wachstum sehr günstig.

Er verändert nur wenige Projekte und erhöht die strategische Zielerreichung deutlich.

Der nächste Prozentpunkt kann bereits wesentlich größere Portfolioveränderungen auslösen.

Und ein weiterer Prozentpunkt könnte einen kritischen Kipppunkt überschreiten.

Dadurch entsteht eine Art strategische Grenzbetrachtung:

Welche zusätzliche Wirkung erzeugt eine weitere Veränderung unserer strategischen Priorität – und welchen Trade-off akzeptieren wir dafür?

Der Vorstand kann die Grenze suchen

30 % Wachstum.

Portfolio berechnen.

31 %.

Neu berechnen.

32 %.

Neu berechnen.

35 %.

Neu berechnen.

Der Vorstand kann beobachten, wann sich das Portfolio verändert.

Wann Projekte hinein- oder herausfallen.

Wann Kapitalströme kippen.

Wann Ressourcen zum Engpass werden.

Und wann der zusätzliche strategische Nutzen einen deutlich höheren wirtschaftlichen Trade-off erzeugt.

Damit wird Strategie nicht nur geplant.

Sie kann auf ihre Sensitivität getestet werden.

Eine Prozentzahl verändert nicht nur eine Prozentzahl

Das ist die zentrale Erkenntnis.

Eine Gewichtung ist Teil eines Systems.

Verändert sich diese Gewichtung, verändert sich die relative Attraktivität der Projekte innerhalb des Modells.

Dadurch kann sich die Projektkombination verändern.

Dadurch kann sich die Kapitalallokation verändern.

Dadurch können sich Ressourcen verändern.

Dadurch können sich Opportunity Costs verändern.

One percentage point changes. The portfolio answers.

CAPEX Live Boardroom Simulation

Genau diese Fragestellung eignet sich für eine Live Boardroom Simulation.

Das aktuelle Portfolio liegt auf dem Bildschirm.

Der CEO verändert die Gewichtung eines strategischen Kriteriums.

Das Portfolio wird unter den neuen Bedingungen erneut berechnet.

Die Veränderungen werden sichtbar.

Der CFO fragt:

„Was kostet uns diese Veränderung wirtschaftlich?“

Vergleich.

Strategy fragt:

„Was passiert bei einem weiteren Prozentpunkt?“

Neue Berechnung.

Operations fragt:

„Welche Ressourcen werden dadurch kritisch?“

Neue Perspektive.

Question. Calculate. Compare. Decide.

StratePlan: Strategische Trade-offs berechenbar machen

StratePlan kann definierte strategische Kriterien gemeinsam mit wirtschaftlichen Zielgrößen und Portfolio-Constraints in einem mathematischen Entscheidungsmodell berücksichtigen.

Das Management definiert, welche Kriterien relevant sind und wie diese innerhalb des Modells behandelt werden.

Werden Gewichtungen oder andere Annahmen verändert, kann das Portfolio unter den neuen Bedingungen erneut optimiert werden.

Dadurch lässt sich untersuchen, welche Auswirkungen eine veränderte strategische Priorität auf Projektkombination, Kapitalallokation und die definierten Zielgrößen besitzt.

StratePlan bestimmt nicht, wie wichtig Wachstum, Resilienz oder Nachhaltigkeit sein sollten.

StratePlan berechnet die Konsequenzen der vom Management definierten Entscheidungslogik.

What Is One Percentage Point of Strategy Worth?

Vielleicht fast nichts.

Vielleicht verändert sich nur ein Projekt.

Vielleicht werden 20 Millionen Euro anders allokiert.

Vielleicht entsteht ein fundamentaler Wechsel im Portfolio.

Die Antwort lässt sich nicht aus der Gewichtung allein ablesen.

Sie entsteht aus dem gesamten Portfolio.

Genau deshalb sollte die Boardroom-Frage nicht nur lauten:

„Wie wichtig ist dieses strategische Ziel?“

Sondern auch:

„Was passiert mit unserer Kapitalallokation, wenn wir es wichtiger machen?“

Das Management definiert die Priorität.

Die Mathematik berechnet den Trade-off.

Der Vorstand entscheidet, ob er diesen Trade-off eingehen will.

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