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Corporate & Strategic Investment Planning: Die besten Investitionsprojekte auswählen und Kapital strategisch allokieren

Corporate Investment Planning verbindet Investitionsprojekte aus unterschiedlichen Business Units, Standorten und strategischen Initiativen innerhalb eines gemeinsamen Entscheidungsprozesses. Strategic Investment Planning erweitert diese Perspektive um Unternehmensziele, während Long-Term Investment Planning zusätzlich berücksichtigt, wie heutige Investitionsentscheidungen zukünftige Budgets, Ressourcen und Handlungsmöglichkeiten beeinflussen.

Die zentrale Herausforderung entsteht, wenn mehr attraktive Investitionsprojekte vorhanden sind als Kapital zur Verfügung steht.

Dann reicht es nicht aus, einzelne Business Cases positiv zu bewerten.

Management muss zwischen konkurrierenden Investitionen entscheiden:

Welches Projekt sollte finanziert werden?

Wie lassen sich Projekte mit unterschiedlichen Investitionskosten fair vergleichen?

Welche Projekte sollten verschoben oder nicht finanziert werden?

Und welche Kombination aller verfügbaren Projekte erzeugt innerhalb des verfügbaren Budgets den höchsten erreichbaren Gesamtwert?

Investment Scenario Analysis, Investment Governance und mathematische Portfoliooptimierung schaffen dafür eine strukturierte Entscheidungsarchitektur.

Die entscheidende Einheit ist nicht das einzelne Investment. Die entscheidende Einheit ist das gesamte Investment Portfolio.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Corporate Investment Planning?

Corporate Investment Planning bezeichnet die unternehmensweite Planung und Koordination von Investitionen.

Im Gegensatz zu einer isolierten Projekt- oder Bereichsplanung betrachtet Corporate Investment Planning Investitionsmöglichkeiten aus unterschiedlichen Teilen des Unternehmens gemeinsam.

Dazu können gehören:

  • Business Units
  • Produktionsstandorte
  • Länderorganisationen
  • Corporate Functions
  • IT
  • Forschung und Entwicklung
  • Produktion
  • Infrastruktur
  • Transformation
  • Strategische Wachstumsinitiativen

Die einzelnen Bereiche können jeweils wirtschaftlich sinnvolle Investitionsprojekte besitzen.

Corporate Management muss diese Projekte jedoch innerhalb eines gemeinsamen Kapitalrahmens betrachten.

Dadurch entsteht ein interner Wettbewerb um Kapital.

Die relevante Corporate-Frage lautet deshalb nicht nur:

„Welche Projekte sind grundsätzlich sinnvoll?“

Sondern:

„Wie sollten wir das verfügbare Kapital über alle Investitionsmöglichkeiten des Unternehmens verteilen?“

Was ist Strategic Investment Planning?

Strategic Investment Planning verbindet Investitionsentscheidungen mit der langfristigen Unternehmensstrategie.

Investitionsprojekte werden dabei nicht ausschließlich anhand ihrer finanziellen Rendite betrachtet.

Zusätzliche strategische Kriterien können beispielsweise sein:

  • Wachstum
  • Marktposition
  • Innovation
  • Digitalisierung
  • Produktionskapazität
  • Resilienz
  • Risikoreduktion
  • Nachhaltigkeit
  • Energieeffizienz
  • Versorgungssicherheit

Strategic Investment Planning übersetzt diese Ziele in eine strukturierte Investitionslogik.

Dadurch kann Management untersuchen, welche Projekte nicht nur einen positiven finanziellen Beitrag leisten, sondern gleichzeitig die strategische Entwicklung des Unternehmens unterstützen.

Strategie wird damit von einer qualitativen Zielsetzung zu einem expliziten Bestandteil der Kapitalallokation.

Was ist Long-Term Investment Planning?

Long-Term Investment Planning betrachtet Investitionsentscheidungen über mehrere Jahre.

Das ist insbesondere relevant, wenn Projekte langfristig Kapital oder Ressourcen binden.

Ein Projekt kann beispielsweise heute genehmigt werden, im kommenden Jahr beginnen und über mehrere weitere Jahre Investitionsausgaben verursachen.

Dadurch beeinflusst eine heutige Entscheidung zukünftige Handlungsmöglichkeiten.

Long-Term Investment Planning kann deshalb berücksichtigen:

  • Investitionsbudgets pro Jahr
  • Projektstart und Projektende
  • Investitionsbedarf pro Periode
  • Ressourcenbedarf pro Jahr
  • Projektabhängigkeiten
  • Strategische Prioritäten
  • Zukünftige Cashflows
  • Langfristige Portfolioziele

Die Entscheidungsfrage erweitert sich dadurch von:

„Welche Projekte sollten wir finanzieren?“

zu:

„Welche Projekte sollten wir wann finanzieren?“

Was ist Investment Scenario Analysis?

Investment Scenario Analysis untersucht alternative Investitionssituationen unter unterschiedlichen Annahmen.

Management kann beispielsweise analysieren:

  • Was passiert bei einem niedrigeren Investment Budget?
  • Welche Projekte kommen bei zusätzlichem Kapital hinzu?
  • Welche Investitionen sollten bei einer Rezession verschoben werden?
  • Was passiert, wenn Wachstum strategisch wichtiger wird?
  • Welche Auswirkungen haben geringere Ressourcen?
  • Wie verändert sich das Portfolio bei neuen Pflichtprojekten?
  • Welche Projekte sollten bei veränderten Marktbedingungen neu bewertet werden?

Investment Scenario Analysis schafft damit Transparenz über mögliche zukünftige Entscheidungen.

Mathematische Portfoliooptimierung erweitert diese Analyse.

Für jedes Szenario kann eine neue Projektkombination berechnet werden.

Dadurch lautet die Frage nicht nur:

„Wie verändert sich unser bestehender Investment Plan?“

Sondern:

„Welche Projektkombination ist unter den veränderten Bedingungen die beste zulässige Lösung?“

Was bedeutet Investment Governance?

Investment Governance definiert die Regeln und Verantwortlichkeiten hinter Investitionsentscheidungen.

Sie legt beispielsweise fest:

  • Wer Investitionsprojekte beantragen darf
  • Welche Daten erforderlich sind
  • Welche finanziellen Kriterien verwendet werden
  • Welche strategischen Kriterien berücksichtigt werden
  • Wer Projekte bewertet
  • Welche Budgetgrenzen gelten
  • Wer Investitionen freigibt
  • Wie Interessenkonflikte behandelt werden
  • Wie Entscheidungen dokumentiert werden
  • Wie Portfolioentscheidungen überprüft werden

Investment Governance schafft damit eine gemeinsame Entscheidungsarchitektur.

Das ist besonders wichtig, wenn unterschiedliche Business Units um dasselbe Kapital konkurrieren.

Die lauteste Organisationseinheit sollte nicht automatisch das größte Investment Budget erhalten.

Entscheidungen sollten auf transparenten Kriterien, definierten Restriktionen und einer nachvollziehbaren Kapitalallokation basieren.

Was ist Investment Decision Making?

Investment Decision Making bezeichnet den Prozess, in dem Management zwischen Investitionsalternativen entscheidet.

Auf Einzelprojektebene können dabei klassische Kennzahlen verwendet werden:

  • Return on Investment
  • Net Present Value
  • Internal Rate of Return
  • Payback Period
  • Cashflow
  • Risiko

Bei einem Portfolio aus vielen Projekten reicht die Bewertung einzelner Investments jedoch nicht aus.

Management muss zusätzlich berücksichtigen:

  • Gesamtbudget
  • Opportunitätskosten
  • Ressourcen
  • Projektabhängigkeiten
  • Business-Unit-Regeln
  • Strategische Kriterien
  • Planungsperioden

Investment Decision Making wird dadurch zu einem Portfolio-Entscheidungsproblem.

How to Choose Between Competing Investment Projects

Konkurrierende Investment Projects sollten nicht ausschließlich anhand einer einzelnen Kennzahl miteinander verglichen werden.

Ein Projekt kann den höchsten absoluten NPV besitzen, aber gleichzeitig einen großen Teil des verfügbaren Budgets beanspruchen.

Ein anderes Projekt kann einen höheren ROI besitzen, aber nur einen begrenzten absoluten Wertbeitrag liefern.

Weitere Projekte können strategisch wichtig sein oder Voraussetzung für andere Investitionen darstellen.

Ein strukturierter Auswahlprozess sollte deshalb mehrere Ebenen berücksichtigen:

  1. Wirtschaftlichkeit: Welchen finanziellen Wert erzeugt das Projekt?
  2. Kapitalbedarf: Wie viel Investment wird benötigt?
  3. Strategischer Beitrag: Welche Unternehmensziele werden unterstützt?
  4. Restriktionen: Welche Ressourcen und Bedingungen müssen berücksichtigt werden?
  5. Abhängigkeiten: Welche anderen Projekte werden beeinflusst?
  6. Opportunitätskosten: Welche Alternativen können nicht mehr finanziert werden?
  7. Portfolioeffekt: Welchen Beitrag leistet das Projekt innerhalb der Gesamtinvestition?

Die letzte Ebene ist entscheidend.

Ein Projekt sollte nicht nur gegen ein anderes Projekt verglichen werden, sondern gegen alle alternativen Verwendungen desselben Kapitals.

How to Compare Investment Projects With Different Costs

Investitionsprojekte mit unterschiedlichen Kosten lassen sich nicht allein anhand ihres absoluten Ergebnisbeitrags vergleichen.

Ein einfaches Beispiel:

Projekt Investition Erwarteter Wert Wert / Investition
Projekt A 100 Mio. € 150 Mio. € 1,50
Projekt B 60 Mio. € 100 Mio. € 1,67
Projekt C 40 Mio. € 70 Mio. € 1,75

Projekt A besitzt den höchsten absoluten Wert.

Projekt C besitzt in dieser vereinfachten Betrachtung das höchste Verhältnis zwischen Wert und Investition.

Welche Investition sollte ausgewählt werden?

Die Antwort hängt vom verfügbaren Budget und von den übrigen Projekten ab.

Bei einem Budget von 100 Millionen Euro könnte Projekt A alleine finanziert werden.

Alternativ könnten Projekt B und Projekt C gemeinsam finanziert werden.

Diese Kombination benötigt ebenfalls 100 Millionen Euro, erzeugt aber einen erwarteten Gesamtwert von 170 Millionen Euro.

Der Vergleich unterschiedlich großer Projekte sollte deshalb nicht beim Einzelprojekt enden. Entscheidend ist die Kapitalproduktivität der möglichen Projektkombinationen.

How to Select the Best Investment Projects

Die Auswahl der besten Investment Projects beginnt mit einer wichtigen Definition:

Was bedeutet „best“ für das Unternehmen?

Abhängig von der Strategie kann das Ziel beispielsweise sein:

  • NPV maximieren
  • Return maximieren
  • Cashflow maximieren
  • Wachstum maximieren
  • Strategischen Nutzen maximieren
  • Risiko reduzieren
  • Mehrere Ziele gleichzeitig ausbalancieren

Danach werden die realen Bedingungen definiert.

Beispielsweise:

  • Maximales Investment Budget
  • Jährliche Budgetgrenzen
  • Ressourcenlimits
  • Pflichtprojekte
  • Projektabhängigkeiten
  • Business-Unit-Regeln
  • Strategische Mindestanforderungen

Erst wenn Ziel und Restriktionen definiert sind, kann die eigentliche Auswahl sinnvoll erfolgen.

Mathematische Portfoliooptimierung untersucht anschließend, welche zulässige Kombination der verfügbaren Projekte die definierte Zielsetzung bestmöglich erfüllt.

Die besten Investment Projects sind deshalb nicht zwangsläufig die Projekte mit den höchsten Einzelwerten. Entscheidend ist die beste Kombination.

Warum ein positiver Business Case nicht ausreicht

Ein positiver Business Case beantwortet eine wichtige Frage:

Ist dieses Projekt grundsätzlich wirtschaftlich attraktiv?

Er beantwortet jedoch nicht:

Ist dieses Projekt die beste Verwendung unseres begrenzten Kapitals?

Angenommen, ein Unternehmen besitzt 50 Projekte mit positivem NPV.

Der gesamte Kapitalbedarf beträgt 1 Milliarde Euro.

Das verfügbare Investment Budget beträgt jedoch nur 600 Millionen Euro.

Alle 50 Projekte können wirtschaftlich sinnvoll sein.

Trotzdem können nicht alle umgesetzt werden.

Damit wird aus der Business-Case-Frage eine Capital-Allocation-Frage.

Positive Business Cases qualifizieren Projekte für den Entscheidungsraum. Sie bestimmen nicht automatisch das optimale Portfolio.

Investment Ranking vs. Portfolio Optimization

Investment Ranking Portfolio Optimization
Bewertet einzelne Projekte Bewertet Projektkombinationen
Erzeugt eine Reihenfolge Erzeugt eine Portfoliokonfiguration
Kann ROI, NPV oder Scores verwenden Kann finanzielle und strategische Ziele berücksichtigen
Betrachtet Projekte primär einzeln Betrachtet Opportunitätskosten im Portfolio
Restriktionen sind nur begrenzt abbildbar Restriktionen sind Teil des Entscheidungsmodells
Beantwortet: „Welches Projekt ist höher bewertet?“ Beantwortet: „Welche Kombination erfüllt unser Ziel bestmöglich?“

Ein Ranking kann Bestandteil des Investment Planning sein.

Es sollte jedoch nicht mit Portfolio Optimization gleichgesetzt werden.

Finanzielle und strategische Kriterien verbinden

Corporate Investment Planning muss häufig unterschiedliche Arten von Wert berücksichtigen.

Ein Projekt kann beispielsweise einen moderaten direkten finanziellen Return besitzen, aber für die langfristige Unternehmensstrategie entscheidend sein.

Strategische Kriterien können deshalb explizit in die Investment Decision Architecture aufgenommen werden.

Mögliche Kriterien sind:

  • Strategic Fit
  • Growth Impact
  • Innovation
  • Competitive Advantage
  • Resilience
  • Risk Reduction
  • Digital Transformation
  • Sustainability

Durch definierte Kriterien und Gewichtungen wird strategischer Nutzen vergleichbarer.

Management kann anschließend untersuchen, wie unterschiedliche Gewichtungen die Portfoliozusammensetzung verändern.

Budgets, Ressourcen und Abhängigkeiten berücksichtigen

Reale Investment Decisions unterliegen zahlreichen Restriktionen.

Dazu können gehören:

  • Gesamtbudget
  • Jährliche Budgets
  • Business-Unit-Budgets
  • Standortbudgets
  • Engineering-Kapazitäten
  • Personalressourcen
  • Pflichtprojekte
  • Regulatorische Investitionen
  • Projektabhängigkeiten
  • Projektsequenzen
  • Sich gegenseitig ausschließende Projekte

Diese Bedingungen verändern die optimale Projektauswahl.

Deshalb sollte Investment Planning nicht nach einem theoretisch attraktiven Portfolio ohne Einschränkungen suchen.

Gesucht wird die beste umsetzbare Kombination unter den tatsächlichen Bedingungen des Unternehmens.

Die Mathematik hinter der Investment Selection

Bei einem Portfolio mit N unabhängigen Ja-Nein-Investitionsentscheidungen existieren theoretisch bis zu 2^N mögliche Projektkombinationen.

Bei 50 Projekten:

2^50 ≈ 1,13 × 10^15 mögliche Kombinationen.

Bei 100 Projekten:

2^100 ≈ 1,27 × 10^30 mögliche Kombinationen.

Bei 200 Projekten:

2^200 ≈ 1,61 × 10^60 mögliche Kombinationen.

Mit jedem zusätzlichen Projekt wächst der theoretische Entscheidungsraum exponentiell.

Mathematische Optimierung bildet deshalb Zielgrößen und Restriktionen formal ab.

Vereinfacht kann die Aufgabe formuliert werden als:

Maximiere den Gesamtwert des Investment Portfolios

unter:

Gesamtinvestition ≤ verfügbares Investment Budget

und unter Einhaltung aller weiteren definierten Restriktionen.

Damit wird Investment Selection von einer reinen Rangfolge zu einem kombinatorischen Optimierungsproblem.

Beispiel: Drei konkurrierende Investment Projects

Ein Unternehmen besitzt ein Investment Budget von 120 Millionen Euro.

Projekt Investition Erwarteter Wert
Projekt A 120 Mio. € 180 Mio. €
Projekt B 70 Mio. € 120 Mio. €
Projekt C 50 Mio. € 90 Mio. €

Projekt A besitzt den höchsten Einzelwert.

Es benötigt jedoch das gesamte Budget.

Projekt B und Projekt C können gemeinsam umgesetzt werden.

Ihre Gesamtinvestition beträgt ebenfalls 120 Millionen Euro.

Ihr gemeinsamer erwarteter Wert beträgt 210 Millionen Euro.

Damit ergeben sich zwei mögliche Portfolios:

Portfolio Investment Erwarteter Wert
Projekt A 120 Mio. € 180 Mio. €
Projekt B + C 120 Mio. € 210 Mio. €

Das Projekt mit dem höchsten Einzelwert führt nicht zum höchsten Gesamtwert.

Bei großen Portfolios entsteht genau dieses Problem in wesentlich höherer kombinatorischer Komplexität.

Beispiel: Corporate Investment Portfolio

Ein internationaler Industriekonzern sammelt 160 Investitionsprojekte aus fünf Business Units.

Der gesamte Investitionsbedarf beträgt 2,4 Milliarden Euro.

Corporate Management stellt für die relevante Planungsperiode 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung.

Zusätzlich gelten:

  • Pflichtinvestitionen von 250 Millionen Euro
  • Mindestinvestitionen für strategische Wachstumsfelder
  • Begrenzte Engineering-Kapazitäten
  • Projektabhängigkeiten
  • Business-Unit-spezifische Bedingungen

Eine rein proportionale Budgetverteilung würde jeder Business Unit einen Anteil des verfügbaren Kapitals zuweisen.

Eine rein projektbezogene Priorisierung würde dagegen die Projekte anhand eines Scores sortieren.

Portfolio Optimization betrachtet eine dritte Möglichkeit:

Alle 160 Projekte werden innerhalb eines gemeinsamen Corporate Decision Space analysiert.

Die Business-Unit- und Corporate-Regeln bleiben als Restriktionen erhalten.

Die Berechnung untersucht anschließend, welche zulässige Projektkombination innerhalb der 1,5 Milliarden Euro den höchsten definierten Gesamtwert erzeugt.

Corporate Investment Planning wird damit von Budgetverteilung zu unternehmensweiter Kapitalallokation.

Investment Scenarios miteinander vergleichen

Eine Investment Decision sollte nicht zwangsläufig auf einem einzigen Szenario basieren.

Management kann mehrere Alternativen berechnen und vergleichen.

Szenario Investment Budget Strategischer Fokus
Base Case 100 % Ausgewogen
Cash Preservation 80 % Kapitaldisziplin
Growth Case 120 % Wachstum
Strategic Focus 100 % Transformation

Für jedes Szenario kann eine andere optimale Projektkombination entstehen.

Management kann anschließend vergleichen:

  • Gesamtinvestition
  • Portfoliowert
  • Ausgewählte Projekte
  • Nicht ausgewählte Projekte
  • Strategische Wirkung
  • Ressourcenbedarf
  • Risiken und Trade-offs

Investment Scenario Analysis macht damit sichtbar, welchen Preis unterschiedliche strategische Entscheidungen haben.

Investment Governance und Entscheidungsprozess

Ein strukturierter Corporate Investment Decision Process kann folgende Schritte umfassen:

  1. Investment Opportunities erfassen
  2. Business Cases standardisieren
  3. Finanzielle Kennzahlen bestimmen
  4. Strategische Kriterien definieren
  5. Investment Budget festlegen
  6. Restriktionen und Governance-Regeln modellieren
  7. Portfolioalternativen berechnen
  8. Szenarien vergleichen
  9. Managemententscheidung dokumentieren
  10. Portfolio freigeben
  11. Entscheidung bei veränderten Bedingungen neu berechnen

Damit wird Investment Governance nicht zu einer zusätzlichen administrativen Ebene.

Sie wird zur Struktur, innerhalb derer Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden können.

Investment Decision Making live im Boardroom

Viele entscheidende Fragen entstehen erst während einer Vorstandssitzung oder eines Investment Committees.

Beispielsweise:

„Was passiert, wenn wir 100 Millionen Euro weniger investieren?“

„Welche Projekte fallen dann aus dem Portfolio?“

„Was bekommen wir für zusätzliche 50 Millionen Euro?“

„Was passiert, wenn Projekt A verpflichtend wird?“

„Wie verändert sich das Portfolio, wenn Wachstum stärker gewichtet wird?“

„Welche Kombination maximiert unseren NPV?“

„Welche Investitionen sollten wir verschieben?“

In klassischen Prozessen führen solche Fragen häufig zu neuen Analysen außerhalb des Meetings.

Mit der Live Boardroom Simulation von StratePlan können veränderte Bedingungen direkt in das vorbereitete Entscheidungsmodell übernommen und alternative Portfolios neu berechnet werden.

Dadurch werden Investment Scenario Analysis und Investment Decision Making Bestandteil derselben Managementsitzung.

Frage. Berechnung. Vergleich. Entscheidung.

Strategic Investment Planning mit StratePlan

StratePlan verbindet Corporate Investment Planning, Strategic Investment Planning, Investment Scenario Analysis und mathematische Portfoliooptimierung innerhalb eines gemeinsamen Entscheidungsmodells.

Investitionsprojekte, Kapitalbedarf, erwartete Ergebnisse, strategische Kriterien und reale Restriktionen werden gemeinsam betrachtet.

Damit können Unternehmen unter anderem untersuchen:

  • Welche Investment Projects tatsächlich finanziert werden sollten
  • Welche Kombination den höchsten erreichbaren Portfoliowert erzeugt
  • Wie unterschiedlich große Investment Projects miteinander verglichen werden können
  • Wie begrenztes Investment Budget eingesetzt werden kann
  • Wie Investitionen über Business Units verteilt werden können
  • Wie strategische Kriterien die Portfolioauswahl verändern
  • Welche Projekte bei geringerem Budget herausfallen
  • Welche Projekte bei zusätzlichem Kapital hinzukommen
  • Welche Investitionen verschoben werden können
  • Wie Ressourcenrestriktionen das Portfolio beeinflussen
  • Wie Investment Scenarios miteinander verglichen werden können
  • Wie langfristige Investitionsentscheidungen über mehrere Perioden modelliert werden können

Damit verschiebt sich der Fokus von der Bewertung einzelner Projekte zur Optimierung des gesamten Investment Portfolios.

Don't just select good projects. Calculate the best combination.

Häufig gestellte Fragen zu Corporate Investment Planning

Was ist Corporate Investment Planning?

Corporate Investment Planning bezeichnet die unternehmensweite Planung und Koordination von Investitionen. Projekte verschiedener Business Units, Standorte und Funktionen werden innerhalb eines gemeinsamen Kapital- und Entscheidungsrahmens betrachtet.

Was ist Strategic Investment Planning?

Strategic Investment Planning verbindet Investitionsentscheidungen mit langfristigen Unternehmenszielen. Neben finanziellen Kennzahlen können strategische Kriterien wie Wachstum, Innovation, Resilienz, Digitalisierung oder Risikoreduktion berücksichtigt werden.

Was ist Long-Term Investment Planning?

Long-Term Investment Planning betrachtet Investitionen über mehrere Planungsperioden. Dabei werden zukünftige Budgets, Projektlaufzeiten, Kapitalbedarf, Ressourcen und Abhängigkeiten gemeinsam berücksichtigt.

Was ist Investment Scenario Analysis?

Investment Scenario Analysis vergleicht alternative Investitionssituationen unter unterschiedlichen Annahmen. Dazu können veränderte Budgets, strategische Prioritäten, Ressourcen oder Projektbedingungen gehören.

Was bedeutet Investment Governance?

Investment Governance definiert Regeln, Verantwortlichkeiten, Kriterien und Freigabeprozesse für Investitionsentscheidungen. Sie schafft eine strukturierte und nachvollziehbare Entscheidungsarchitektur.

Was ist Investment Decision Making?

Investment Decision Making ist der Prozess der Bewertung und Auswahl von Investitionsalternativen. Bei größeren Portfolios umfasst dieser Prozess nicht nur einzelne Business Cases, sondern auch Budgetgrenzen, Opportunitätskosten, Ressourcen, strategische Kriterien und Projektabhängigkeiten.

How to Choose Between Competing Investment Projects?

Konkurrierende Investitionsprojekte sollten anhand ihres finanziellen und strategischen Beitrags, ihres Kapitalbedarfs, ihrer Risiken, Restriktionen und ihrer Wirkung auf das Gesamtportfolio verglichen werden. Entscheidend ist nicht nur, welches Einzelprojekt attraktiv ist, sondern welche Verwendung des begrenzten Kapitals den höchsten Gesamtwert erzeugt.

How to Compare Investment Projects With Different Costs?

Projekte mit unterschiedlichen Kosten können anhand finanzieller Kennzahlen und ihrer Kapitalproduktivität verglichen werden. Für die finale Auswahl sollte zusätzlich untersucht werden, welche Kombination unterschiedlich großer Projekte innerhalb des verfügbaren Budgets den höchsten Portfoliowert erzeugt.

How to Select the Best Investment Projects?

Zunächst müssen Zielgröße und Entscheidungsbedingungen definiert werden. Anschließend können Projekte anhand finanzieller und strategischer Kriterien bewertet und als Portfolio unter Budget-, Ressourcen- und weiteren Restriktionen optimiert werden.

Warum reicht ein positiver Business Case nicht für eine Investment Decision?

Ein positiver Business Case zeigt, dass ein Projekt grundsätzlich wirtschaftlich attraktiv sein kann. Er zeigt jedoch nicht, ob das Projekt im Vergleich zu allen alternativen Verwendungen des begrenzten Kapitals Bestandteil der besten Projektkombination ist.

Was ist der Unterschied zwischen Investment Ranking und Investment Portfolio Optimization?

Ein Investment Ranking bringt einzelne Projekte in eine Reihenfolge. Investment Portfolio Optimization betrachtet dagegen mögliche Projektkombinationen und berücksichtigt dabei Budgetgrenzen, Ressourcen, Abhängigkeiten und weitere Restriktionen.

Wie können strategische Kriterien in Investment Decisions integriert werden?

Strategische Ziele können in messbare Kriterien übersetzt und innerhalb der Entscheidungslogik gewichtet werden. Dadurch lässt sich analysieren, wie unterschiedliche strategische Prioritäten die Auswahl und Zusammensetzung des Investment Portfolios verändern.

Kann Corporate Investment Planning mehrere Business Units berücksichtigen?

Ja. Projekte verschiedener Business Units können innerhalb eines gemeinsamen Corporate Portfolios betrachtet werden. Gleichzeitig können Mindestbudgets, Maximalbudgets, Pflichtinvestitionen und weitere Business-Unit-Regeln berücksichtigt werden.

Kann ein Investment Portfolio bei veränderten Annahmen neu optimiert werden?

Ja. Ändern sich Budget, Ressourcen, strategische Prioritäten oder Projektbedingungen, kann das Portfolio unter den neuen Bedingungen erneut berechnet werden. Dadurch wird sichtbar, wie sich die optimale beziehungsweise bestmögliche zulässige Projektkombination verändert.

Wie unterstützt mathematische Optimierung Investment Governance?

Mathematische Optimierung macht Zielgrößen, Restriktionen und Auswahlbedingungen explizit. Dadurch kann nachvollzogen werden, unter welchen Annahmen eine bestimmte Portfoliokonfiguration entstanden ist und wie alternative Annahmen die Entscheidung verändern.

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